Werde ich Kaufklamotten-autark? Oder nicht?

Heute wird es textlastig 😉

Erinnert ihr euch an mein Projekt: 365 Tage ohne Kaufklamotten? Ich wollte euch mal einen kurzen Zwischenstand geben. Nachdem ich das im Blog geschrieben hatte fĂŒhlte ich mich sehr an mein Vorhaben gebunden. Ich weiß, dass einige von euch schon kaum noch Kleidung aus dem Handel tragen, was ich bewundere.

Die ersten Monate ist es mir sehr leicht gefallen zu verzichten, bzw fĂŒr mich zu nĂ€hen. Ich habe mich voller Elan in mein Vorhaben gestĂŒrzt, war zwischendrin recht ernĂŒchtert als die ersten fĂŒr mich genĂ€hten Teile nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Ich habe mich vermutlich zu sehr beeinflussen lassen von Fotos, die ich in anderen Blogs gesehen hatte. Es sind einige Schlafanzugoberteile in meinem Schrank hinzugekommen. Gibt es das bei euch auch? Ich fand es witzig zu lesen, dass es sogar bei Frau Liebstes so ist. Mittlerweile habe ich aber doch ein paar Oberteile, die mir gefallen, gut passen und auch zu mir passen wie z.B. diese:

Raglanshirt mit Herz und MaLou. Damit komme ich wohl nicht ganz ĂŒber den Winter, es muss noch etwas WĂ€rmeres her, dafĂŒr habe ich auch schon einen wollweißen TeddyplĂŒsch gekauft. Ich hoffe nur, es sieht nachher nicht nach SchĂ€fchen aus! Außerdem ist ja auch noch die ein oder andere Strickjacke im Schrank aus den vergangenen Wintern.

Oberteile kriege ich mittlerweile ganz gut hin. Was ich mir aber doch gekauft habe in der Zeit war ein Satz unifarbener Tops bei Ver* Moda, die ich als Unterhemden trage (lĂ€uft also außerhalb der Konkurrenz). Da ich einige davon brauchte und auch gerne ein paar Farben haben wollte, die “man jetzt so trĂ€gt”, musste es mal sein. Klar, ich hĂ€tte sie mir auch selber nĂ€hen können, wollte ich aber nicht. Letzte Woche habe ich mir dann bei unserem Ohne-Kinder-StĂ€dte-Trip nach Köln eine Übergangsjacke gekauft, die mir wirklich gefehlt hat. Irgendwie konnte ich mich dem Kaufrausch auch nicht entziehen. So eine Mega-FußgĂ€ngerzone mit so vielen LĂ€den ist ja auch verfĂŒhrerisch und dann auch noch die kleineren Einaufsstraßen mit den richtig schönen LĂ€den… Ein paar Schuhe sind auch in die EinkaufstĂŒte gewandert und dann noch was fĂŒr die Kinder.

Das Thema Jeans wird schwieriger als Sweatshirts und Hoodies zu nĂ€hen. Ich habe eine Jeans von GStar, die mir richtig gut passt und mir sowie dem Mann im Haus gut gefĂ€llt. Schon lĂ€nger habe ich gedacht, dass es doch toll wĂ€re, wenn ich den Schnitt fĂŒr mich hĂ€tte. Ich habe mir die Hose auch mal angeguckt hinsichtlich des Schnitts, aber das Vorderteil der Hose ist viel schmaler als das hintere Teil, also wie den Schnitt abnehmen? Wieder beiseitegeschoben, aber noch nicht losgelassen. Vor ein paar Tagen befragte ich Google und tatsĂ€chlich habe ich ein Video gefunden, das ein Aha Erlebnis bei mir auslöste. Mit der Technik kann man doch fast jedes Kaufteil abkupfern! Seht mal selbst KLICK (dauert auch nur ca. 7 Minuten).

Danach habe ich mich gleich hingesetzt und abends (als endlich alle schliefen), den Schnitt meiner Jeans innerhalb kĂŒrzester Zeit abgenommen. Die Schnitteile sehen auch erstmal gut aus soweit. Danach hat es mich  in den Fingern gejuckt, eine erste Probejeans zu nĂ€hen. Zwei Tage spĂ€ter war sie dann fertig (ĂŒber die Detailverarbeitung wollen wir hier nicht reden). Was soll ich sagen, erst war ich begeistert, nur am Bund etwas zu weit aber an den Beinen toll, nach kurzer Tragezeit die ErnĂŒchterung: viel zu weit und wabbelig, aber das hat weniger mit dem Schnitt als mit dem Stoff zu tun. Ich sage nur Stoffcoupon vom Stoffmarkt. Aber gut, am Bund und in der Weite im HĂŒftbereich muss ich noch korrigieren und wĂŒrde es dann tatsĂ€chlich wagen, einen hochwertigeren Stoff zu verarbeiten. Mal sehen, ob ich die Tage ein paar halbwegs vernĂŒnftige Fotos von der Probejeans bekomme, dann zeige ich sie euch.Wenn das wirklich hinhaut werde ich wahrscheinlich in ein JeansnĂ€hfieber verfallen! Ich war nĂ€mlich vor ein paar Wochen in einem richtigen Jeansladen mit großer Auswahl und wollte mal die ein oder andere anprobieren. Aber die Antwort auf meine erste Frage: “haben Sie auch Jeans in LĂ€nge 36”, wurde gleich mit “Nein, diese LĂ€nge fĂŒhren wir nicht.” beantwortet. “Naja” sagte ich, “manchmal reicht auch eine 34, wenn sie lang ausfĂ€llt”. Eine von 6 Hosen hĂ€tte mir gerade so in der LĂ€nge gepasst, aber war oben zu weit. Die nĂ€chstkleinere GrĂ¶ĂŸe hatte aber ca. 5cm kĂŒrzere Hosenbeine, obwohl auch LĂ€nge 34. Wer soll das verstehen? Ich könnte mir also theoretisch, möglicherweise bald Hosen mit einer InnenbeinlĂ€nge von 87-90cm nĂ€hen, die passen? Wie genial wĂ€re das denn? Und dann auch nicht nur in den Standardfarben mittelblau und schwarz, sondern in den Farben, die ich will?

Ich habe gerade mal im Boden Katalog nachgeschaut, die bieten ja auch “Lang”grĂ¶ĂŸen an (haha), da wĂ€re die superschmale Jeans in lang bei 83cm. Otto bietet tatsĂ€chlich LanggrĂ¶ĂŸen an die mir passen könnten. Aber ich bestelle nie im Katalog und auch selten online fĂŒr mich. Mir ist das zurĂŒckschicken zu anstrengend und die Sachen sehen in echt sowieso nur halb so schön aus wie im Katalog.

Wenn ich denn tatsĂ€chlich irgendwann “meinen” Jeansschnitt haben sollte, bleibt immer noch ein großes Problem: die Waschung. Von daher muss glaube ich doch ab und zu noch eine Kaufjeans her. Ich mag das einfach, wenn Jeans cool aussehen. Aber ich möchte ja eisern bleiben und die 365 Tage auf jeden Fall ohne Jeanskauf hinkriegen (noch verbleiben 210 Tage bis zum 7. Mai 2014).

Nun genug geschrieben. Das war jetzt ganz schön wortreich im Vergleich zu meinen sonstigen BlogeintrÀgen.

Mich wĂŒrde interessieren, ob ihr Erfahrungen im Jeans nĂ€hen habt und vor allem wie sich die Stoffe verhalten, wenn sie getragen werden, werden sie schnell labberig oder bleiben sie knackig? Ich mĂŒsste mich auf die Suche machen nach einem Jeansstoff mit 98% Baumwolle und 2 % Elasthan. Irgendeine Marke, die sich lohnt zu kaufen?

Soweit erstmal aus Pulsenhausen. Vielen Dank fĂŒrs Lesen!

Herzliche GrĂŒĂŸe,
Elke

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9 thoughts on “Werde ich Kaufklamotten-autark? Oder nicht?

  1. Lille Yul sagt:

    Hallo Elke,
    wow, ich ziehe meinen Hut, dass du bis jetzt durchgehalten hast, auf Kaufklamotten zu verzichten! Und ich musste ein bißchen schmunzeln, als ich deine Probleme mit der Hosenlänge gelesen habe, seufz, mir sind alle Hosen zu lang….
    Ich bin schon sehr auf Bilder deiner Probejeans gespannt, leider kann ich keine Tipps zum Jeansnähen geben, hab ich selber noch nie ausprobiert. Weiterhin viel Erfolg und liebe Grüße,
    Christina

    1. Liebe Christina,
      bei zu langen Hosen kann man ja immer noch umnähen, aber bei zu kurzen Hosen was drannähen geht ja irgendwie nicht ;-)) Meine kleinen Fotografen haben hoffentlich morgen Lust und eine ruhige Hand, und hoffentlich spielt das Wetter auch noch mit für ein vernünftiges Foto.
      Liebe Grüße,
      Elke

  2. Wow, nicht schlecht! Vom Jeans-selber-nähen bin ich wohl noch meilenweit entfernt. Aber ich hoffe, dass ich irgendwann da hin komme, das Problem mit der Länge teilen wir nämlich. Wenn ich mal eine Hose finde die lang genug ist, trotzdem obenrum passt und auch noch gut aussieht, ist das fast ein Wunder 😉
    Ich bin gespannt auf Dein Probeteil…
    Liebe Grüße, Änni

    1. Hallo Änni,
      es ist immer schön zu hören, dass man nicht alleine “leidet”. Ich weiß, es gibt schlimmeres als lange Beine, aber es nervt schon, oder?
      Da ich für die Jungs ja schon Hosen genäht habe war es recht einfach die Teile zusammenzusetzen, aber die Kunst ist ja eine PASSENDE Hose zu nähen.
      Viele Grüße,
      Elke

  3. Britta sagt:

    Ich musste eben ganz schön grinsen… Stoffcoupon. Ich sitze nämlich hier und versuche ein Binding zusammen zu nähen und stelle fest, der Baumwollstoff, der “ganz normal” aussah, ist irgendwie stretchig. Mal schauen, vielleicht geht es ja doch.
    An eine Jeans würde ich mich aber nie wagen, gar nicht mal wegen dem Stoff an sich, sondern wegen dem Bund und den Taschen und den Schlaufen und dann ist alles auch noch so dick.. .ne, da hab ich Schiss vor 🙂
    Aber hey, Auch eine Waschung kann man selbst machen (Yo*tube sei dank), das bekommst du schon hin. Ich bin jedenfalls gespannt
    LG

    1. Hallo Britta,
      aha dann sollte ich mal das Thema Waschung googlen oder bei youtube suchen. Aber eins nach dem Anderen. Mal sehen, ob es überhaupt dazu kommt. Jaja, die Stoffmarktcoupons. Ich werde beim nächsten Stoffmarkt darauf verzichten (habe ich mir vorgenommen.).
      Herzliche Grüße,
      Elke

  4. Liebe Elke,
    ich finde mich in deinen Worten wieder 😀 Also Erstmal das mit der Hosenlänge, das habe ich auch. 36 muss schon sein! Ich kaufe meine Hosen immer im Outlet in Roermond, da bleiben nämlich immer genau solche Hosen liegen und sind dann super günstig. Ich hab Weite 28 Länge 36 und da findet man gerade bei Lee und Tom Tailor tolle Hosen! Aber wenn ich die nähen könnte, das wäre natürlich was. Aber ich sehe da dasselbe Problem, klar die Waschung. Dein Vorhaben gefällt mir auf jeden Fall, aber ich glaube so lange würde ich das nicht durchhalten. Ich habe allerdings immerhin von selber mit dem Klamotten kaufen aufgehört, naja ich habe es reduziert, auch einfach weil mir das meiste nicht so richtig passt, immer zu kurz und zu weit und weil ich mein Geld für Stoff und Wolle ausgebe 😉
    Viele liebe Grüße 🙂
    Katharina

    1. Hallo Katharina,
      na dann teilen ännisews, Du und ich ja schon das gleiche Jeanshosenleid ;-)) Ich werde dann nächstes Jahr auch mal bei Lee und T. Tailor schauen, ob ich da was für mich finden kann.
      Herzliche Grüße,
      Elke

  5. Dein Projekt 365 Tage ohne Kaufklamotten finde ich toll und ich drücke Dir die Daumen, dass Du durchhältst. Leider sind meine Nähkenntnisse bisher noch zu beschränkt für so ein Vorhaben, deshalb kann ich Dir leider auch keine Tipps zu Jeansstoffen geben. Aber notfalls kannst Du Dir ja auch einmal eine Jeans schenken lassen 🙂

    LG Chris

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