Inkodye oder Siebdruck ohne Sieb Teil 2

Mit freundlicher Unterstützung von Silverbird24.com.

Ich habe gestern gemerkt, dass manche von euch genauso begeistert sind wie ich von diesem Inko-Dings. Zwischen dem ersten Test (gestern gezeigt) und dem zweiten und dritten Test lagen ein paar Tage mit Hoffnung auf besseres Wetter. Die graue Suppe wollte sich nicht lichten, daher habe ich den zweiten und dritten Versuch auch wieder mit meiner Mini-Sonnenbank gemacht. Woher ich die habe? Ab und an stehe ich im Supermarkt vor diesen Pinnwänden und studiere die ganzen Zettel. Da stand auf einem “Oberkörperbräuner zu verschenken”. Der Zettel war so schnell MEIN, so schnell konnte keiner gucken ;-))

Hier kommt nun die Fortsetzung von gestern:

Beim zweiten Versuch habe ich daran gedacht, die Motive in Photoshop umzukehren. Geölt sind sie auch schon.

Damit das Motiv nachher alleine dasteht und keine unregelmäßigen Farbränder drumherum zu sehen sind habe ich mit Malerkrepp einen Rahmen auf den Stoff geklebt, der ein kleines bisschen kleiner ist als das Motiv, damit zwischen Bild und Rahmen kein Licht durchdringen kann.

Das Rehlein habe ich links mit zwei kleinen Tesastückchen festgeklebt, damit ich es auf- und zuklappen kann ohne dass es verrutscht.

Erst dann habe ich mit dem Roller die Farbe aufgetragen. Und man sieht wieder – nichts. Dabei handelt es sich um blaue Farbe!

So sieht der Roller aus. Ich glaube beim nächsten Mal werde ich es mit einem Schwammpinsel versuchen. Der Roller ist nicht so ganz meins.

Aaaah, da ist es ja. Aber sehr zart, oder? Fand ich nicht gut genug und habe einfach den Lappen nochmal auf die Sonnenbank gelegt um zu sehen, was passiert.

Die Farbe entwickelt sich in kürzester Zeit zu einem wunderbaren Blau. Das würde auch passieren, wenn man mit Sonnenlicht arbeitet und unbedingt während der Belichtung unter das Motiv schauen will bevor es fertig ist. Auch sollte man das Motiv erst wieder abnehmen wenn das UV Licht aus ist bzw man wieder im Haus drin ist, am besten in einem abgedunkelten Raum. Dann gleich die Waschmaschine anstellen um die nicht entwickelten Farbreste auszuwaschen bevor sie in Kontakt mit UV Licht kommen.

Das Rehlein habe ich dann gleich nochmal gemacht und die Sonnenbank auf volles Rohr (oder volle Röhren?) aufgedreht. Das hat besser funktioniert. Ist doch ganz gut geworden, oder? Das Tierchen wird vielen bekannt vorkommen. Das gab es vor ein paar Tagen bei Lila Lotta im Blog als Freebie. Süß, oder?

Und nun zum Gockel! Nachdem das zweite Reh gelungen war, habe ich gleich den Hahn belichtet. Ich habe dafür das bereits zugeschnittene Vorderteil des Pullis verwendet. Ich wollte nicht erst mühsam einen Pulli nähen um ihn anschließend zu versauen. Ich habe mich wirklich sehr gefreut als er fertig war und so gut geworden ist. Er ist auch gleich mit in die Waschmaschine gewandert und anschließend habe ich ihn trockengebügelt (!) damit ich möglichst schnell mit dem Nähen beginnen konnte. Hach, das hat Spaß gemacht. Und das Schönste an der ganzen Sache war die Freude meines Großen, als ich ihm den Pulli gezeigt habe. “Cool, Mama, der sieht ja aus wie aus dem Laden” (man darf Klamotten am besten nicht gleich ansehen, dass Mama sie gemacht hat). Seitdem wird der Pulli getragen.

Das Motiv ist etwas speziell für einen Achtjährigen, oder? Wer meinen Sohn kennt, weiß aber gleich bescheid, denn Hühner sind seine große Leidenschaft. Wir haben 4 davon (also 3 Hennen und einen Hahn) im Garten in einem Gehege und er kann sich ewig dort aufhalten und sich um sie kümmern und etwas für sie bauen (Brutkasten, Stallerweiterung, kükensicheren Zaun…. die Liste hat kein Ende).

Für die Nähinteressierten:

Schnitt: abgenommen von einem perfekt passenden Kaufpulli Gr. 134/ 140
Stoff: hellgraumelierter Sommersweat aus der letzten Trigema Putzlappensendung
Motive: Hahn via Etsy von DigitalThings, Reh von Lila-Lotta

So und jetzt die Fotos. Ich freue mich über diesen Pulli und ganz besonders darüber, dass mein Sohn ihn gerne anzieht.

 

 

Hier sieht man, dass die Farbe auch nach der Wäsche nicht ganz verschwunden war und noch leicht nachgefärbt hat. Man muss also doch 2 Mal hintereinander waschen, wie mir Thomas von Silverbird24 schon vorab schrieb. (Das Silverbird Team ist übrigens sehr hilfsbereit und experimentiert auch selber gerne mit den Farben herum, fragt da am besten nach Janne). Bei diesem antiken Motiv finde ich es passend, dass der Druck nicht ganz clean geworden ist. Ich denke, die Motive werden mit Folie auch nochmal schärfer als mit dem geölten Papier.

Mit stolzgeschwellter Brust…Voilá, le coq gaulois!

 

 

 

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18 thoughts on “Inkodye oder Siebdruck ohne Sieb Teil 2

  1. Florentine sagt:

    Total cool. Ich finde das echt Klasse. Ich wüsste da gleich zog Dinge, die ich mit meinem Schneideplotter machen könnte. Wobei zu bedenken ist, das man bei Schablonen ausschließlich schwarz-weiß hat, aber keine grauabstuffungen wie mit deiner öltechnik möglich sind. Aber die techniken lassen sich ja kombinieren. Da würde ich mich auch dumm und dämlich freuen, so ein testpaket zu bekommen.

    1. Hallo Florentine,
      ja, sehr inspirierend ist diese Technik und mit Plotter umso mehr! Das wäre ja wirklich auch etwas für Dich, oder?
      Herzliche Grüße,
      Elke

  2. Lebemaja sagt:

    Na das ist ja mal ‘ne spannende Sache! Sieht echt cool aus!
    Liebe Grüße!
    Jenny

  3. Wie wunderschön…. ein Wahnsinn, was du alles zaubern kannst!!!
    Die Motive sind so cool, und der Pulli ein Traumstückchen!!
    Liebe Grüße
    Veronika

  4. Wirklich beeindruckend und sehr spannend! Der Pulli mit dem Hahn ist echt genial!
    LG, Steffi

  5. Kerstin sagt:

    Ich muss jetzt erst mal noch Teil 1 Lesen. Das Ergebnis finde ich total klasse, verstanden habe ich allerdings nur Bahnhof – also wie es geht.
    LG
    Kerstin

    1. Ja genau, in Teil 1 bekommt Du die Erklärung für diese Technik. Eigentlich ist es ganz einfach.

  6. I have seen this technique before and it is so cool! I’ve always wanted to try it, but haven’t gotten around to it. I love both the deer and the rooster!

    1. Hi Heather,
      it is cool! Try to get your hands on a starter kit and try it. It`s fascinating and fun.

  7. Joemie sagt:

    wow wie toll, ich muss mir gleich noch mal die Technik genauer anschauen, ist ja echt toll was du da machst!! Mit so einer Engelsgeduld.
    Ganz liebe Grüße
    Natascha

    1. Liebe Natascha,
      ja ein bisschen Geduld sollte man am Anfang schon mitbringen und man darf nicht erwarten, dass es gleich beim ersten Mal super funktioniert.

  8. Ganz toll, das würde ich gerne auch versuchen.

  9. Fröbelina sagt:

    Elke! ich ziehe meinen Hut vor diesen superschönen Aufdrucken! 🙂 Und total lieb, dass du das einfach so mit der Welt teilst, danke dafür! 🙂
    Liebe Grüße
    Katharina

  10. Silvi sagt:

    Sieht das super aus. Muß ich noch mal genau lesen. Doch erst mal Kinder in´s Bett ect.
    Wahnsinn !!!
    LG Silvi

  11. Silvi sagt:

    So, beide Teile durchgelesen. Absolut spannend. sobald paar Tage frei in Aussicht sind, bestell ich mir das Zeug, das ist absolut genial.
    LG Silvi

  12. decofine sagt:

    Durch Zufall lese ich das hier gerade…ich habe im Sommer auch experementiert, war aber mit den Ergebnissen nicht so zufrieden, da ich es mit Bedruckbarer Folie als Negativ verwendet habe war das Motiv dann doch nicht so toll zu sehen. Jetzt haben wir einen Plotter und werden mal damit versucher starten. Eigentlich spart man da auch Farbe, weil man die Schablone ja zuerst auflegen, bzw. bügeln (Freezerpaper) könnte. Leider hab ihc nicht so ein Sonnendings, deshalb muss es noch warten. Bzw. dauert es ja eigentlich nur länger.

    Der Pulli ist in jedem Fall total genial :-)))

    LG
    decofine

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