Universal statt saisonal? #myfallessentials

 

Viele Wege führen zur vernetzten Garderobe. Einer Garderobe bei der alle Kleidungsstücke möglichst vielseitig untereinander kombinierbar sind.

Lena, Catrin, Sindy und Steffi haben schon im Rahmen der Blogreihe #myfallessentials sehr inspirierende Gedanken zu ihrer Herangehensweise geteilt. Dass ich heute dran bin weiß ich schon länger. Nachdem ich aber die Beiträge der anderen gelesen hatte, stand ein großes Fragezeichen über meinem Kopf. Was bleibt nach so viel Input noch von meiner Seite zu sagen?

Meine Gedanken schweifen gerade von der saisonalen zur universellen Vier-Jahreszeiten-Garderobe. Bei uns muss man gerade im Herbst und Frühling für viele Witterungen gerüstet sein. Um dem Rechnung zu tragen möchte ich mich langfristig davon verabschieden, für jede Saison eine einzelne Capsule Wardrobe zu haben. Der Frühling hat mir gezeigt, dass er von der Winterjacke bis zum Top alles sehen will. Hatte ich die Winterjacke für die Frühlings Capsule Wardrobe schon weggepackt, musste ich sie letztendlich doch wieder hervorkramen. Mein Ziel ist es eine Garderobe zu haben, die als Gesamtheit funktioniert, die mich nicht einschränkt aber auch nicht überfordert.

– ich möchte alles was ich habe auch sehen
– es darf nicht mehr sein als mein Kleiderschrank Platz bietet
– jedes Teil muss sich mehrfach kombinieren lassen

Jetzt habe ich im letzten Satz selbst “muss” geschrieben. In den letzten Wochen hatte ich zuviel “muss” im Kopf. Ich war zu verkopft beim Nähen. Ich habe in Gedanken Kleidungsstücke vor der Entstehung im Geiste “durchgekaut” bis sie als solche nicht mehr erkennbar waren. Immer mit dem Wunsch, dass sie doch perfekt zu kombinieren sein müssen. Komisch. Ich bin doch eigentlich zufrieden mit dem Weg, den ich bisher gegangen bin mit den #myspringessentials.

Habe ich mich zu sehr eingeengt mit dem Gerüst der Capsule Wardrobe, mit meiner Farbpalette und der Silhouette, die ich mir vorgegeben hatte? Nein. Meine selbst aufgestellten Regeln passen im Moment gut, ich habe nur vergessen, wie man mit ihnen spielt. Mit meiner Ira Fransenjacke habe ich meine Blockade gelöst, weil ich einfach wieder experimentiert habe. Das hat mir gefehlt. Vorher sah ich nur noch schlichte dunkelblaue Pullis, graue Hosen und rosa Tshirts vor meinem inneren Auge.

Welche Farben mir stehen habe ich im Kopf und welche Silhouette zu mir passt, das weiß ich auch. Brauche ich überhaupt noch Paletten und Silhouetten? Ich denke, es ist wie mit dem Fahrradfahren. Kann man es einmal, dann verlernt man es nicht mehr und dann darf man auch ruhig mal freihändig fahren. Klar, zum freihändig Fahren gehört auch das “auf die Schnauze fallen”, aber: aufstehen, Krone richten, weitergehen.


Hier kommen die Schritte, die mir auf dem Weg bis hierher geholfen haben.

1. Vorwurfsvolle Kleider identifizieren:
Warum fällt es so schwer auszumisten?

Weil es Arbeit macht? Ok.

Es steckt aber mehr dahinter. Es geht darum Entscheidungen zu treffen. Es geht auch um Emotionen, dazu ein paar Beispiele:

– “Dieses Kleid mag ich nicht gehen lassen, weil ich darin meinen Mann kennengelernt/ meinen Freund zum ersten Mal geküsst/ mein Kind bekommen habe.” Dieses besondere Stück könnte seinen Platz in einer schönen Schachtel finden. Das Ergebnis: mehr Luft im Kleiderschrank und jedes Mal packt sich das Erinnerungsstück wie ein Geschenk aus.

– “Diese teure Lederjacke behalte ich, weil ich bestimmt bald abnehme und ich sie dann wieder tragen kann.” Nach einer Schwangerschaft ist das sehr wahrscheinlich. Wenn die Jacke aber schon seit 3 Jahren im Schrank hängt und immer noch nicht passt, kann man sie auch gehen lassen. Diese Jacke blickt einen sonst ständig vorwurfsvoll an und erinnert an das, was man nicht geschafft hat. Ist es nicht besser, sich von diesen Vorwürfen zu befreien? Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Teile, von denen ich mich nach Jahren trennen konnte nicht vermisst werden! Im Gegenteil, die Luft im Kleiderschrank hat mich motiviert weiter zu machen. Genau so können sich hinter Stapeln Schätze verbergen, die man nicht getragen hat, weil man sie einfach nicht gesehen hat.

– “Ich definiere mich durch meine Kleidung. Meine Mitmenschen kennen mich nur so vielseitig gekleidet. Ich möchte sie nicht enttäuschen wenn ich plötzlich weniger Auswahl habe.” Die Meinung der Mitmenschen ist mir auch wichtig. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass sich der persönliche Stil noch stärker herauskristallisieren wird, wenn du eine Bestandsaufnahme des Kleiderschrankes machst und Dinge aussortierst, die du nicht oder sehr selten trägst, die Verschleisserscheinungen zeigen oder einfach nicht passen. Gibt es nichts zum Aussortieren, weil du alles trägst, alles noch gepflegt aussieht und gut passt? Perfekt! Wenn nicht, dann ran an die Arbeit!

-“Ich trage diesen Pulli nicht. Aber ich habe ihn selbst genäht, deshalb kann ich mich nicht trennen!” Ja, das kann ich verstehen. Trotzdem würde ich ihn aus dem Kleiderschrank herausnehmen. Möchte ihn vielleicht jemand aus dem Bekanntenkreis tragen? Eine Kiste mit Kleidern, die die Entwicklung der Nähkünste dokumentiert wäre auch eine Idee.

Es gibt bestimmt noch viele solcher Beispiele und mit etwas Entscheidungswillen (im Zweifel den Partner oder die Freundin fragen) lässt sich der Kleiderschrank sinnvoll lichten.

2. Arbeitstiere identifizieren:
Wozu kann ich immer greifen in dem Wissen, dass:

– es passt
– gut aussieht
– ich mich darin wohl fühle

Meine Arbeitstiere für die Beine sind z.B. ganz klar zu jeder Jahreszeit:

– Cassie Pants grau
– Cassie Pants lila
– Diamantenhose
– blaue Jeans
– Leggings
– manana Jeans

Hosen

Alle meine Hosen sind Arbeitstiere! Was für eine Erkenntnis und Erleichterung! Ich könnte bei Bedarf eine neue Hose nach einem der Schnitte nähen mit dem Wissen, dass ich ein Lieblingsteil produziere.

3. Inseln identifizieren
Damit sind Kleidungsstücke gemeint, die sich nicht mit anderen Teilen aus der vorhandenen Garderobe kombinieren lassen. Eine richtige Insel habe ich bei mir nicht mehr finden können, aber diese Strickjacke hat es ein bisschen schwer. Trennen werde ich mich nicht, weil ich sie mag und sie bei wärmeren Temperaturen auch wieder tragen werde.

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4. Stil identifizieren:
Gefällt mir der Stil, der sich aus den vorhandenen Kleidern ergibt? Grundsätzlich schon. Mehr und mehr Lieblingsstücke finden sich zusammen. Die Basis gefällt mir, auch wenn ich meinen Stil nicht wirklich benennen kann. Ich weiß aber mit Sicherheit, dass ich noch nicht “fertig” bin.

Mir fehlen schmückende Teile, die mehr Abwechslung ins Outfit bringen, die einem dunkelblauen Shirt das Klassische nehmen, einer grauen Strickjacke Leben einhauchen oder einfach mehr Kombinationen ergeben. Mehr Lagenlook ist meine Devise.

Auch an meinen Haaren möchte ich etwas verändern. Das einfachste Tshirt sieht einfach besser aus, wenn man “die Haare schön hat”. Und ja, auch Make Up macht viel aus, aber da ich schon mein Leben lang ohne unterwegs bin, kann das auch so bleiben.

Obwohl, wenn die Falten noch tiefer werden…

Da wäre auch noch das Thema Schuhe. Schon bei den Spring Essentials wollte ich mich in Sachen Schuhe verbessern. Seitdem habe ich mir nur neue Sandalen gegönnt, die mir leider im Herbst und Winter nicht weiterhelfen. Schuhe geben einem Outfit so viel Charakter. Weißes Tshirt, Blue Jeans und Chucks ergeben ein ganz anderes Bild als weißes Tshirt, Blue Jeans und Pumps. Völlig logisch, musste ich mir aber noch einmal vor Augen führen. Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die man nicht sieht. Bald reise ich nach Amsterdam und hoffe auf eine gute Schuh- und Stoffausbeute!

5. Silhouette identifizieren:
Eine bevorzugte Silhouette als Basis zu haben ist sehr hilfreich und Teil des Stils. Bei mir wäre das: unten herum schmal geschnitten und oben herum tailliert aber nicht zu eng. Dadurch vermeide ich, dass ich mir Teile nähe oder kaufe, die ich nachher von der Form her gar nicht kombinieren möchte. Das mit den taillierten Oberteilen ist mir erst in letzter Zeit bewusst geworden und anhand meiner Jacken sieht man gut, was ich meine. Bis auf den Oversized Shrug sind alle etwas tailliert.

Mit Silhouetten zu arbeiten erleichtert die Vernetzung der Garderobe. Meine Vorlieben sind da im Moment recht klar, ich bin aber auch offen für neue Schnitte und Silhouetten.

6. Was habe ich für die kommenden Monate?

Jacken:

JackenDie Strickjacken sehen ganz schön düster aus, oder? Wie gesagt, ich brauche mehr Accessoires um sie aufzuhellen. Die Strickjacken aus der mittleren Reihe eignen sich auch als Überjacke an milden Herbsttagen.

Longsleeves/Blusen:

Longsleeves_Blusen

Keine Highlights, die gekauften Shirts sind schon mehrere Jahre alt. Ärmel zu kurz, Nähte gehen auf, aber bis ich Nachschub genäht habe müssen sie unter Strickjacken getragen werden.

Pullis/ Sweatshirts:

PulloverDen Hoodie oben links liebe ich. Der Sweat von Hilco sieht immer noch aus wie am ersten Tag. Die Bündchen sind aus Wollstrick und halten sehr warm, sind aber nicht mehr ohne Flecken. Der selbstgestrickte Pulli oben rechts wurde letztens zu heiß gewaschen… und mein Mechelen Shirt (unten rechts) hatte ich damals aus einem Jersey mit Polyester Anteil genäht und der pillt. Alles ist irgendwie noch ok, aber kein Highlight mehr. Ja, auch selbstgenähte Teile verschleißen mit der Zeit und Qualitätsstoffe zahlen sich aus.

Tops/Tshirts:
Shirts

Diese Sommershirts werde ich auch im Winter tragen um ein bisschen Farbe in meine Outfits zu bringen. Für den Lagenlook hat sich das gestreifte Shirt heimlich, still und leise an die Spitze gearbeitet, dicht gefolgt vom roten Wasserfalltop, weil sie einfach auffälliger sind ohne mich zu “überstrahlen”.

7. Was fehlt?
– 2-3 Tücher (rosa, dunkelrot, hellgrau, gemustert, keine Ahnung, bunt?…)
– 2 Paar Schuhe (Ankle Boots und “was Wasserabweisendes, was trotzdem gut aussieht”)
– Schmuck (eine lange Kette mit was dran, und ich überlege, ob ich mir meine Ohrlöcher neu stechen lassen soll)
– 1 leichte Strickjacke (aus Jersey oder Strickstoff)
– 1 Mantel
– 1 längeres Jeanshemd
– nach und nach die alten Longsleeves ersetzen (das hat aber keine Eile und es muss noch ein guter Schnitt gefunden werden)
– was mir sonst noch so einfallen wird…


Es gibt noch viel zu lernen und auszuprobieren. Ich finde es nach wie vor sehr spannend, inspirierend und befreiend, meine Kleidung selbst nähen zu können. Genauso spannend, inspirierend und befreiend finde ich den Inhalt meines Kleiderschrankes als Ganzes. Obwohl (oder weil?) ich mittlerweile viel weniger Kleidung habe als noch vor 2 Jahren fühle ich mich besser gekleidet. Mehr auf den Punkt, wenn du verstehst, was ich meine.

Als nächstes möchte ich die Kombinierbarkeit meiner Kleidungsstücke mal auf die Spitze treiben und Teile kombinieren, die ich bisher so noch nicht getragen habe. Was dabei herauskommt? Ich bin selbst gespannt und werde natürlich hier im Blog darüber berichten.

Ich freue mich sehr, dass du bis hierhin gelesen hast. Vielen Dank!

Lass Luft in deinen Kleiderschrank und happy “Ausmisting”!


Nächste Woche kannst du bei Sandra von rehgeschwister den nächsten #myfallessentials Beitrag lesen. Ich freue mich drauf.


 

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22 thoughts on “Universal statt saisonal? #myfallessentials

  1. Regeln sind gut, aber Platz fürs Experimentieren muss bleiben – das seh ich genau so!
    Und Du hast definitv noch etwas zu sagen, auch nach den vorhergegangenen Beiträgen! 🙂
    Möchtest Du für den Herbst/Winter also ganz auf Röcke und Kleider verzichten?
    Liebe Grüße, Steffi

    1. Elke sagt:

      Hallo Steffi, ich habe letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass mir Röcke und Kleider im Winter einfach zu kalt sind! Deswegen findest du sie auch nicht bei den Fotos. Oder hättest du einen Tipp für superwärmende Strumpfhosen/Leggings, die nicht gleich einen cm dick sind?

      1. Kann ich gut verstehen, dass es Dir leicht zu kalt wird, geht mir auch so. Ich habe aber letzten Winter öfter mal Leggins über Strumpfhosen gezogen (klingt vielleicht blöd, man sieht es dann aber gar nicht) und fand es so schon viel angenehmer…

        1. Elke sagt:

          Auch nicht schlecht!!
          Am 08.10.2015 19:49 schrieb “Steffi/herzekleid” <hello@email.gopostmatic.com

  2. AnniMakes sagt:

    Liebe Elke! Ich habe gerade – in meiner Mittagspause – ganz in Ruhe deinen heutigen Beitrag gelesen. Deine Entwicklung kann ich gut nachvollziehen und finde mich darin gut wieder. Ich bin in diesem Jahr auch davon abgekommen jahreszeitbezogene Capsule Wardrobes zu erstellen, sondern habe angefangen, meinen Kleidrschrank als universelles großes Ganzes zu sehen. Der Link, auf den du vor 2, 3 Monaten mal hingewiesen hattest, hatte mich in diesem Vorgehen noch bestärkt.
    Ich bin gerade ganz begeisterte themenbezogene Sew-Along-Näherin, das hilft mir sehr Lücken in meinem Kleiderschrank aufzudecken und zu füllen.
    Zum Thema Schuhe würde ich sagen, dass diese ein sehr, sehr wichtiges Element darstellen. Hier lege ich viel Wert auf hochwertige, gut sitzende Exemplare. Da ich viele meiner Klamotten selbst nähe, darf es hier auch mal etwas mehr kosten. Das Vorgehen hat sich sehr bewährt. Mit einem guten Schuh fühle ich mich gleich doppelt gut angezogen.
    .. und beim Thema Ohrlöcherstechen habe ich gleich gedacht “tu es”. Mein Mann hat mir vor einiger Zeit schlichte Perlenstecker geschenkt, ich bin immer wieder überrascht, wie diese zarten Teile das Gesamtbild aufwerten. Sie passen zwar nicht zu jedem Outfit, aber gerade bei hellen (weiß, rosa) Oberteilen wirken sie toll.
    Klasse, dass du auch wieder alle Einzelteile abfotografiert hast und hier vorstellst. ich liebe solche ausführlichen “Einblicke” in Kleiderschränke. ich hoffe, dass ich das bis zu eurer Verlinkungsrunde auch noch hinbekomme.
    So, jetzt muss ich mich mal wieder der Arbeit wittmen (das war eine angenehme Pause 🙂 ). Liebe Grüße, Anni

    1. Elke sagt:

      Liebe Anni, danke für deinen Kommentar. Es gibt momentan aber auch so tolle Sew Alongs.
      Einen Mantel hätte ich ja auch noch gerne… ich werde also genau verfolgen wie es bei dir weiter geht. Außerdem wollte ich auch mal wieder genauer bei Style Arc schauen, was es dort Neues gibt. Wobei es bei denen ja jetzt Frühling ist…

      Bei Schuhen gebe ich auch gerne mehr aus. Das lohnt sich fast immer. Ach ja, die Ohrlöcher..eigentlich sind sie noch da, aber ich bekomme keine Stecker mehr hineingesteckt. Perlenstecker hat mir mein Mann vor Jahren auch mal geschenkt. Sicherlich ein Klassiker. Ich muss mich da wirklich mal durchringen. Irgendwie habe ich aber Angst vor der “Pistole”.

      1. Geh zum Piercer! Das habe ich auch gemacht, als meine Löcher dicht waren.

        Hat nicht wehgetan. Meine Maus hat sogar zugeschaut und blieb auch ganz entspannt :.)

        Musst halt dann diese Erstlingsstecker (dezente Kugeln vom Piercer) ne Zeit lang tragen …

        1. Elke sagt:

          Danke für den Tipp! Diese Erstlingsstecker ertrage ich schon, die muss man doch auch immer drehen, oder? Da war doch was…

          1. Ja, drehen oder bewegen wird oft empfohlen. Vorher schön mit Octenisept oder so einsprühen, dann wird das gut verteilt. Ansonsten hilft in Ruhe lassen am besten …

            Mit den Steckern vom Piercer schläft sich’s meiner Meinung nach auch an angenehmsten, wenn man Seitenschläfer ist. Auch nicht unwichtig ;.)

          2. Elke sagt:

            Seitenschläfer bin ich. Da gibt es also Unterschiede in den Steckern? Interessant.

  3. Lena sagt:

    Liebe Elke,
    was für ein gelungener, vielschichtiger und inspirierender Beitrag. Ich finde es großartig, wie sich dein Empfinden, dein Stilgefühl und alles in den letzten Monaten entwickelt haben, kann ich mich doch noch gut daran erinnern, dass du zwischenzeitlich ganz schön mit den #myspringessentials gehadert hast…
    Prinzipiell halte ich auch die Ganzjahrescapsule für die logische Folge von dem, was ich aktuell mache. Mir persönlich fällt es aber glaube ich leichter, erst die einzelnen Jahreszeiten mit kleinen capsules abzudecken und diese dann – vielleicht nach einem Jahr – zu etwas Großem, Ganzem zu vernetzen. Da bist du schon einen Schritt weiter als ich 🙂
    Deine Farben und Muster wie auch Schnitte kannst du denke ich mittlerweile sehr gut einschätzen. Was du nähst, steht dir bombig finde ich und hat immer das gewisse Elke-Extra. Das finde ich toll so!
    Und was die Sache mit dem vollen Kleiderschrank angeht: da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Es ist alles so viel übersichtlicher, so viel leichter. Und mittlerweile kann ich die Teile ganz leicht, ohne schlechtes Gewissen oder Kummer gehen lassen. Das wäre noch vor einem Jahr undenkbar gewesen. Auch habe ich nicht das Gefühl, dass es irgendwem auffallen würde, dass man sich auf wenige Stücke beschränkt. Im Gegenteil: ich glaube ich trage alle Stücke im Schrank regelmäßiger und auch in mehr Kombinationen als vorher.

    Entschuldige bitte das ungeordnete Gedankenchaos, die Mittagspause ist kurz und ich wollte das schnell loswerden. Nur eins noch: im Frühling habe ich mir über einige Tage die Aufgabe gestellt, immer (soweit möglich) das Outfit des Vortages zu tragen und von Tag zu Tag ein Teil zu tauschen. Oder genau ein Teil zu behalten und den Rest komplett zu tauschen. Mit diesen Aufgaben habe ich mich “gezwungen” immer neue Kombinationen zu finden und so gelernt, Teile zu vernetzen und auch einfach Spaß an Mode zu haben.

    Nun aber endlich Schluss 🙂
    Liebste Grüße, Lena

    1. Elke sagt:

      Liebe Lena,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Wie spannend, dass es bei dir auch tendenziell weg geht von den saisonalen Wardrobes. Ich packe natürlich auch die Sommerkleider ein Regal weiter nach unten wenn Herbst und Winter kommen, aber es bleibt eben alles sichtbar. Dass man die einzelnen Teile häufiger trägt bei einer Capsule Wardrobe ergibt sich so. Bei der wirklich viel getragenen diamantenen Jogginghose merke ich auch schon Verschleisserscheinungen. Die Knie beulen langsam aus. Der Stoff wird an manchen Stellen ansatzweise etwas dünner, aber noch nicht für andere sichtbar. Hier zahlt sich der gute Käpynen Stoff schon mal aus. Der sieht auch nach unzähligen Wäschen noch gut aus.

      Das gewisse “Elke-Extra” gefällt mir! Danke für das Kompliment. Deine Frühlings-Challenge hat bestimmt Spaß gemacht. So in die Richtung dachte ich das auch mit den etwas “wilderen” Kombinationen.

  4. Elsa sagt:

    Liebe Elke,
    deine Gedanken zu dem Thema sind wirklich spannend und inspirierend. Mir geht es ähnlich, dass ich es schwierig finde, mich auf einzelne Jahreszeiten zu konzentrieren. Es gibt natürlich definitive Sommerteile, aber der Großteil meines Kleiderschranks fällt auch eher in die Abteilung “Ganzjahr”. Nur bei Schuhen habe ich in diesem Jahr tatsächlich mal alle Sandalen und Co weggeräumt, um Platz und mehr Überblick für die kältere Jahreszeit zu haben. Mein Kleiderschrank ist nach wie vor im Umbruch und daher verfolge ich eure Reihe umso mehr mit Begeisterung. Das Aussortieren finde ich nach wie vor sehr schwierig, daher habe ich mir bei den “Ausreden” durchaus immer wieder mal ertappt gefühlt. Aber an sich ist es wirklich befreiend, auszumisten. Bei mir dauert es einfach nur ein bisschen länger 😉 Sehr spannend finde ich, dass du wieder alle Einzelteile zeigst und wie sehr man daran deinen Stil erkennt.
    Liebe Grüße
    Elsa

    1. Elke sagt:

      Liebe Elsa,
      dein letzter Satz freut mich. Also scheint es ja eine erkennbare Linie zu geben. Das Ausmisten muss ja auch nicht in einer Hauruck-Aktion passieren, aber wenn man viel auf einmal macht spürt man die Veränderung deutlicher.
      Liebe Grüße,
      Elke

  5. Rebecca sagt:

    Hallo Elke,
    ich habe die myspringessentials interessiert mitverfolgt und in Folge dessen meinen Kleiderschrank neu sortiert und nicht mehr passende Teile aussortiert.
    Innerhalb ein paar Jahre habe ich von Größe 34/36 auf 40/42 gewechselt und es fiel mir lange schwer ein paar Teile wegzugeben. Durch eure Aktion habe ich gemerkt, dass mein Schrank dadurch ein einziges Chaos war, das läuft nun besser.
    Da ich eh fast nur blaue oder schwarze Jeans trage, ist das Problem mit dem Vernetzten eigentlich nicht so richtig gegeben.
    Ich sehe es aber auch alles eher Jahreszeiten übergreifend und nicht nur für eine Saison.
    Und Ohrlöcher stechen tut wirklich überhaupt nicht weh, hab mir vor kurzem erst eine zweite Reihe stechen lassen 😉
    Liebe Grüße
    Rebecca

    1. Elke sagt:

      Liebe Rebecca,
      es freut mich, dass wir dich inspirieren konnten. Es fällt mir auch schwer, mich von gewissen Teilen zu trennen. Aber mittlerweile ist es mir einfach wichtiger den Überblick zu haben, als Dinge anzuhäufen, daher kann ich mich (meist) doch lösen.
      Herzliche Grüße,
      Elke

  6. Vivien sagt:

    Liebe Elke,
    ich finde deinen Post wirklich klasse. Endlich mal klare Worte und die nackte Kleiderrealität. Ich habe meinen Kleiderschrank erst vor Kurzem ausgemistet und musste feststellen, dass ich Unmengen an Klamotten habe und auch mein Stofflager ziemlich voll ist. Ich habe auch selbstgenähte Kleidung aussortiert und an eine gute Freundin vermacht. Es fiel mir bei einigen Teilen auch etwas schwer, aber du hast vollkommen Recht, fehlen werden diese Dinge einem nicht. Denn auch das x-te Shirt macht uns nicht glücklich oder wird so manches Mal sogar im Schrank übersehen. Ich habe mir für die Zukunft fest vorgenommen mehr nach Kombinierbarkeit und Bedarf zu nähen und nicht einfach nur, weil ich den Stoff toll finde. 😉 Dabei möchte ich auch gern vermehrt auf Bio-zertiferzierte Stoffe achten. Die Zukunft wird zeigen, wie wir durchhalten. 😉
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße, Vivien

  7. Sandra sagt:

    Perfekter Beitrag, alle wichtigen Bereiche sind abgedeckt, gut strukturiert und stimmig.
    Du hast mit den #springessentials eine gute Basis, und zusammen mit den #fallessentials sicher bald eine Ganzjahresgarderobe – so zumindest auch mein Plan:)
    Liebe Grüße
    Sandra

  8. So, jetzt bin ich endlich dazu gekommen, alles in Ruhe zu lesen. War ja auch einiges ;.)

    Und du sprichst mir aus der Seele. Da sind wieder so viele Aspekte dabei!

    Ich bin hier auch wieder universeller geworden. Als Frostbeule muss eh immer alles mit Jacke kombiniert werden können. Ich profitiere jetzt sehr von meinen myspringessentials!

    Aber ich merke auch, dassich damals mehr ausmisten hätte müssen. Deine Tipps werden hier sicherlich noch sehr helfen!

    Schön finde ich auch deinen Ansatz mit Frisuren und Make-Up. Ich fühle mich auch immer gleich viel angezogener, wenn ich die Haare schön hochgesteckt habe. Und Make-Up bei mir sowieso. Habe auch erst vor 5 Jahren damit begonnen und fühle mich seitdem viel besser. Einfach mal die Wimpern Tuschen – das ist fast wie Pumps statt Sneakers ;.)

    Ich gehe dann noch mal in mich. Und wühle auch wieder mal im Kleiderschrank! :.)

    1. Elke sagt:

      Ich bin eben auch so eine Frostbeule, deswegen sind bisher auch keine Kleider oder Röcke für den Herbst und Winter geplant, weil mir die Beine einfach so kalt werden. Du, die Sache mit dem Make-Up geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich gut und dezent geschminkte Frauen sehe. Dann sieht es einfach toll aus. Aber ich bin schon froh, wenn ich morgens halbwegs zeitig mit allem fertig werde, damit alle pünktlich dahin kommen wo sie hingehören. Ich habe übrigens auch bei dieser Ausmistrunde wieder einiges weggebracht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich doch noch Schrankleichen habe. War aber so.

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